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Bayern Entsorgungsunternehmen beklagen fehlende Kapazitäten

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Nürnberg (dpa/lby) - Der Wirtschaftsboom und eine unzureichende Mülltrennung haben nach Ansicht der bayerischen Entsorgungsunternehmen zu einem Engpass bei der Müllverbrennung geführt. "Die Müllmengen steigen jährlich um zwei bis drei Prozent, gleichzeitig nehmen mehrere Müllverbrennungsanlagen zurzeit keine Gewerbeabfälle mehr an", sagte der Präsident des Verbands der Bayerischen Entsorgungsunternehmen (VBS), Otto Heinz, laut Mitteilung auf der Jahrestagung des Verbands am Freitag in Nürnberg.

Verschärfend wirke die vor zwei Jahren in Kraft getretene Düngeverordnung. Zwei Drittel der landwirtschaftlichen Felder stünden nun für die Ausbringung von Klärschlamm nicht mehr zur Verfügung. Dies erzeuge zusätzliche Mengen in den Müllverbrennungsanlagen, sagte Heinz. Der anhaltende Trend zu Einwegprodukten führe zu höheren Restmengen bei der Sortierung. Zudem seien die Anlagen im Freistaat vergleichsweise alt und deshalb störanfällig. Viele stünden für Reparatur- und Revisionsarbeiten still.

Heinz forderte, die Biotonne flächendeckend in ganz Bayern einzuführen, wie es das Kreislaufwirtschaftsgesetz seit 2015 verpflichtend vorschreibe. Doch noch immer weigerten sich einige Landkreise und Kommunen, die getrennten Behälter für Küchen- und Gartenabfälle einzuführen. Außerdem sollten Einweg-Becher und Kunststoffdeckel verteuert oder ganz verboten werden.

Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen

Düngeverordnung vom 02.06.2017

Abfallbilanz Hausmüll in Bayern

Umweltbundesamt - Umsetzung der Getrenntsammlung von Bioabfällen

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