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Bayern Erdbeben in Tirol auch in Teilen Südbayerns zu spüren

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Schränke und Betten wackelten - und Menschen schreckten aus dem Schlaf: Ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,9 hat das Gebiet um Kufstein in Österreich erschüttert - und war auch jenseits der Grenze zu spüren.

Kiefersfelden/Kufstein (dpa/lby) - Ein nächtliches Erdbeben in Österreich bei Kufstein hat Menschen auch im bayerischen Grenzgebiet aufgeschreckt. "Es war ein Schwanken, ein Rumpeln und ein Grollen, als würden viele Lastwagen durchfahren. Erst danach bekam ich Herzklopfen und richtig Angst. Ich habe noch lang wach gelegen", schrieb ein Nutzer aus dem oberbayerischen Kiefersfelden auf dem Portal Erdbebennews. Ein anderer berichtete, es seien Bilder von der Wand gefallen.

Aus dem nahen Oberaudorf schilderte ein Anwohner auf dem Portal Volcano Discovery: "Wachte auf und bemerkte, dass das Haus wackelte." Die meisten Berichte stammen aus österreichischen Orten unweit der Grenze. "Es war gespenstisch ... haben auf Folgebeben gewartet - konnten schwer wieder einschlafen", schrieb jemand aus Niederndorf bei Kufstein.

Das Beben der Stärke 3,9 sei "für diese Region auf jeden Fall ungewöhnlich", sagte die Seismologin Rita Meurers von der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Mittwoch. "Wir haben 500 Berichte aus der Bevölkerung bekommen", sagte Meurers. "Die Menschen sind richtig erschrocken." Schränke wackelten, Gegenstände seien umgefallen - und manche hörten einen lauten Knall, eine Folge der Druckwellen im Boden, die sich in der Luft fortsetzen.

Die Spannungszone sei das Tiroler Inntal mit einer Schwachstelle in der Erdkruste. "In dieser Region lösen sich tektonische Spannungen, die sich im Untergrund aufgebaut haben." Zuletzt habe es in der Gegend 2003 ein Beben auch mit Gebäudeschäden gegeben. In der Nacht zum Mittwoch blieb es hingegen bei Rissen im Putz.

Nach Angaben der ZAMG ereignete sich das Beben um 1.35 Uhr südöstlich von Kufstein. Die Bevölkerung habe das Beben in einem Umkreis von etwa 35 Kilometern verspürt, so die Zentralanstalt. Im Bereich des Epizentrums sei die Erschütterung teilweise stark wahrgenommen worden. Vereinzelt hätten sogar Menschen im Landkreis Rosenheim angegeben, etwas von den Erdstößen gespürt zu haben, hieß es.

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