Regionalnachrichten

Bayern Ermittlungen zu Tierquälerei im Allgäu werden Wochen dauern

Gegen mutmaßliche Tierquälerei auf einem der größten Milchviehbetriebe in Bayern demonstrieren Tierschützer. Foto: Benjamin Liss

(Foto: Benjamin Liss/dpa)

Bad Grönenbach/Memmingen (dpa/lby) - Die Ermittlungen wegen mutmaßlicher Tierquälerei in einem der größten Milchviehbetriebe in Bayern werden nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft noch Wochen dauern. "Das Videomaterial ist gesichert und wird ausgewertet. Dann werden Zeugen und der Beschuldigte befragt", teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Memmingen am Dienstag mit. Der Besitzer des Hofs in Bad Grönenbach äußert sich zu den Vorwürfen weiter nicht.

Die Videoaufnahmen einer Tierrechtsorganisation sollen zeigen, wie Kühe getreten und geschlagen oder mit einem Traktor durch einen Stall geschleift wurden. Das Material soll in einem Stall des Milchviehhalters aufgenommen worden sein. Die Veröffentlichungen haben eine Debatte über unzureichende Behördenkontrollen ausgelöst.

Elke Rauch, Fachtierärztin für Tierschutz an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, führt aktuell eine Studie an einer Tierkörperbeseitigungsanlage in Nordbayern durch. "Schon jetzt zeigt sich, dass bei jeder Lieferung mehrere Tiere dabei sind, die tierschutzrelevante Verletzungen aufweisen", sagte sie der "Augsburger Allgemeinen" und "Main-Post" (Dienstag). Ihrer Meinung nach müsste es eine bessere Vernetzung zwischen den Kontrolleuren geben.

Newsticker