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Bayern Fahnenband des Ministerpräsidenten an US-Streitkräfte

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht während der Verleihung. Foto: Peter Kneffel/dpa

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

München (dpa/lby) - Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hat das Fahnenband des Bayerischen Ministerpräsidenten - eine der höchsten militärischen Auszeichnungen des Freistaats - an die US-Streitkräfte in Europa verliehen. Die Auszeichnung nahm am Montag in München die unter anderem für das Heer zuständige Staatssekretärin im US-Verteidigungsministerium, Christine Wormuth, entgegen.

Sie wurde unter anderem für die Befreiung des Konzentrationslagers Dachau durch die US-Streitkräfte verliehen. Zu den Gästen zählten auch die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sowie der Befehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, General Christopher Cavoli. Das Fahnenband wurde in Bayern bisher 32 Mal vergeben, zum dritten Mal an einen Verband der US-Streitkräfte.

Wormuth erneuerte das von US-Präsident Joe Biden gegebene Versprechen, die US-Truppen derzeit nicht aus Deutschland abzuziehen. "Wir sind hier, um zu bleiben", sagte sie bei der Verleihung.

In der Russland-Politik hätten sich die Hoffnungen der späten 1990er Jahre nicht erfüllt, sagte sie. "Wir sind ganz offensichtlich in einer anderen Zeit." Die Ukraine-Politik und unfreundliche Akte wie die Einmischung in die US-Wahlen zeige: "Es ist wichtig, die transatlantischen Verbindungen zu stärken", sagte Wormuth. "Im Rückblick muss man sagen, die Chance, eine andere Beziehung zu Russland aufzubauen, schien mit jedem Jahr weiter dahinzuschmelzen", betonte sie. "Die Herausforderungen, die Russland für unsere beiden Länder darstellt, unterstreichen, wie wichtig es ist, dass wir die transatlantischen Beziehungen beibehalten und noch stärken."

Söder, der neben einem US-Militärkrankenhaus aufwuchs, erinnerte in seiner Rede auch an die Anfänge der US-Truppenpräsenz in Bayern - als amerikanische Soldaten deutsche Kinder mit Pizza und Softdrinks beglückten und der Weg für den Aufbau einer neuen deutschen Nation bereitet wurde. "Für mich waren die Vereinigten Staaten immer ein Ort der Freiheit, ein Ort für das Gute in der Welt."

© dpa-infocom, dpa:211025-99-731881/2

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