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Bayern Finanzminister ruft zu Hochwasser-Versicherungen auf

Albert Füracker (CSU) spricht. Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild

(Foto: Daniel Karmann/dpa/Archivbild)

Die Fluten wüteten in Bayern nicht ganz so schlimm wie im Westen Deutschlands - doch auch im Freistaat waren Menschen in diesem Sommer in ihrer Existenz bedroht. Der Finanzminister weist darauf hin: Zuständig ist eigentlich die Versicherung, nicht der Staat.

München (dpa/lby) - Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) hat an die Menschen im Freistaat appelliert, zur Absicherung vor Hochwasser-Schäden eine Elementarschadenversicherung abzuschließen. "Wenn die Versicherungsquote nicht deutlich nach oben geht, ist eine neue Diskussion der Versicherungspflicht absehbar", sagte Füracker am Sonntag in München. Die Versicherungsquote stagniere laut Gesamtverband der Versicherungswirtschaft seit 2020 bei 38 Prozent in Bayern. Im Bund liegt sie bei 46 Prozent. "Da ist noch Luft nach oben. Wir müssen mehr und besser aufklären", sagte Füracker. Er habe auch das zuständige Wirtschaftsministerium von Minister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) aufgefordert, das Thema mit einer Informationskampagne in den Fokus zu rücken.

Bayern habe wie auch der Bund für die Schadensereignisse aus dem Juli dieses Jahres ausnahmensweise Soforthilfen bereitgestellt. "Es steht außer Frage: Der Freistaat hilft auch in Zukunft in der größten Not, wenn Existenzen bedroht sind", sagte der Finanzminister. Aber es habe sich wieder gezeigt: "Elementarschadenversicherungen sind ein Muss - zum Schutz der Menschen und ihres Zuhauses."

Bayern hatte 2017 beschlossen, von 2019 an keine Soforthilfe mehr für Flutopfer zu bezahlen, unter anderem mit der Begründung, der Staat und damit der Steuerzahler könne nicht dauerhaft für fehlende Versicherungen herhalten. Seither wird von staatlicher Seite nur noch in existenzbedrohlichen Fällen geholfen.

Allein im Landkreis Hof haben Betroffene Förderanträge in Höhe von 875.000 Euro gestellt, teilte der Landkreis mit. Der Gesamtschaden lag im Landkreis nach Angaben der Kreisverwaltung bei mehr als 56 Millionen Euro.

© dpa-infocom, dpa:210808-99-765632/3

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