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Bayern Frauenunions-Chefin hält trotz Quote an Zielen fest

Ulrike Scharf (CSU lächelt in die Kamera. Foto: Sven Hoppe/dpa

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München (dpa/lby) - Auch nach der Schlappe für die Frauenquote auf dem CSU-Parteitag hält die Vorsitzende der CSU-Frauenunion, Ulrike Scharf, an der Förderung von Frauen in der Partei fest. "Mein Ziel bleibt klar: Mehr Frauen in die CSU", sagte sie am Mittwoch vor der Fraktionssitzung im bayerischen Landtag. Man wolle in der Frauenunion besprechen, wie man diesem Ziel näher kommen könne. Bis dahin seien aber vor allem die Kommunen gefragt: "Ich werde sehr hinterher sein, dass wir unsere Kreisverbände auch bitten, zurückzumelden, wie sehr sie sich um die Sollvorschrift kümmern."

Auf dem CSU-Parteitag am vergangenen Wochenende sollte als Teil der Parteireform eine Ausweitung der Frauenquote von 40 Prozent von den Landes- und den Bezirksvorständen auf Kreisvorstände beschlossen werden. Nach massiver Kritik von der Basis wurde aus der Pflicht aber nur eine Soll-Bestimmung. Immerhin: In den engeren Vorständen - Vorsitzende, Vizes, Schriftführer, Schatzmeister - gilt künftig eine verpflichtende 50-Prozent-Quote. Oberbayerns CSU-Chefin Ilse Aigner sagte, dies sei "schon mal ein Zeichen". Das Ziel bleibe aber auch für sie, weiterhin Frauen für die Partei zu gewinnen.

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