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Bayern GdP sieht Polizisten als Corona-Kontaktverfolger kritisch

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München (dpa/lby) - Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert den Einsatz von bis zu 1000 bayerischen Bereitschaftspolizisten als Helfer in den Gesundheitsämtern. Die Beamten sollen nach einem Beschluss der Staatsregierung die kommunalen Behörden dabei unterstützen, bei Corona-Neuinfektionen die Kontaktpersonen zu ermitteln.

Dies belaste "die ohnehin angespannte personelle Situation der bayerischen Polizei zusätzlich", sagte der stellvertretende GdP-Landeschef Peter Pytlik am Donnerstag. "Gerade die Polizei als Garant der Sicherheit und Ordnung ist in Zeiten der Pandemie mehr denn je gefordert, geltende Regeln zu überwachen und sie auch durchzusetzen."

Zudem müsste die Funktionsfähigkeit der Polizeidienststellen unter strikter Einhaltung des Infektionsschutzes aufrechterhalten werden. "Um dies auch gewährleisten zu können, regen wir an, andere Unterstützungsmöglichkeiten für die Gesundheitsämter zu prüfen", sagte der Gewerkschaftler. Eher seien Polizeibeamte im Ruhestand sowie sonstige Pensionäre und Rentner des öffentlichen Dienstes neben Bundeswehrsoldaten für die Aufgabe geeignet.

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