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Bayern Gedrosselter Betrieb nach Infektionen in Putenschlachthof

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Mühldorf am Inn (dpa/lby) - Nach zahlreichen Corona-Infektionen von Mitarbeitern eines Putenschlachthofs im oberbayerischen Ampfing (Landkreis Mühldorf am Inn) ist der Betrieb dort stark gedrosselt worden. Wie das Landratsamt Mühldorf am Inn am Montag mitteilte, dürfen in dem Schlachthof nur noch negativ getestete oder bereits genesene Mitarbeiter arbeiten. Alle Angestellten müssten bei der Arbeit eine FFP2-Maske tragen, zudem würden Schlachtzahlen und Bandgeschwindigkeit deutlich gedrosselt, um die Mindestabstände einhalten zu können. Außerdem würden die Mitarbeiter noch häufiger getestet.

Insgesamt haben sich nach Angaben des Landratsamtes 82 Mitarbeiter des Putenschlachthofs nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. In der vergangenen Woche hatte die Behörde berichtet, dass sich in dem Betrieb in Ampfing binnen einer Woche 78 Menschen infiziert hätten. Inzwischen sei die Zahl der Neuinfektionen zurückgegangen.

Durch die zahlreichen positiv getesteten Mitarbeiter des Schlachthofs hat der oberbayerische Landkreis allerdings knapp 148 Infektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen, ohne die Fälle aus dem Putenschlachthof wär dieser Wert bei etwa 91.

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