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Bayern Hausärzteverband fordern Regeln für Urlaubsrückkehrer

Junge Leute tragen einen Mund-Nasenschutz bei ihrem Gang durch Palma de Mallorca. Foto: Clara Margais/dpa/Archivbild

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München (dpa/lby) - Angesichts möglicher Corona-Hotspots in Urlaubsregionen fordert der Bayerische Hausärzteverband Regeln für den Umgang mit kranken Rückkehrern. "Was wir auf jeden Fall brauchen, ist eine Strategie, was passiert mit Urlaubsheimkehrern", sagte der Landesvorsitzende Markus Beier dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2, "radioWelt am Morgen"/Dienstag). Die ausufernden Partys am Ballermann am vergangenen Wochenende seien ja gerade in aller Munde. "Sowas kann und wird natürlich Auswirkungen haben", sagte Beier. "Da braucht man Strategien, wer als erstes getestet wird, wie man mit solchen Urlaubsheimkehrern umgeht. Da ist noch viel Vorbereitungsarbeit nötig in den Strukturen, was nach dem Urlaub im Herbst passiert."

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag, Dominik Spitzer, erklärte am Dienstag: "Ob mit oder auch ohne Symptome: Eine kostenlose Testung von Urlaubsrückkehrern oder Geschäftsreisenden aus möglichen Corona-Hotspots ist unerlässlich und sollte idealerweise direkt an den Flughäfen durchgeführt werden." Um das Infektionsgeschehen in Bayern weiterhin niedrig zu halten, müssten neue Infektionsketten schnell nachvollzogen werden können. "Das bayerische Testkonzept muss systematischer werden und klar definierte Vorgaben liefern. Die bisherige Massentest-Strategie der Staatsregierung ist nicht zielführend, da sie sich nicht an medizinischen und epidemiologischen Merkmalen orientiert."

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