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Bayern Herrmann: Name Dominik Brunner Synonym für Zivilcourage

Ein Denkmal für Dominik Brunner steht auf dem Bahnsteig der S-Bahnstation Solln. Foto: Peter Kneffel/Archivbild

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Dominik Brunner starb, als er Schüler vor Angreifern schützen wollte. Der gewaltsame Tod des Geschäftsmannes vor zehn Jahren machte Zivilcourage zum gesellschaftlichen Thema.

München (dpa/lby) - Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat zum zehnten Todestag des ermordeten Geschäftsmannes Dominik Brunner dessen couragiertes Eintreten für Schwächere gewürdigt. Der Name Dominik Brunner sei ein Synonym für Zivilcourage geworden, sagte Herrmann am Donnerstag bei einem Gedenken am Tatort am S-Bahnhof Solln in München. "Dieser Jahrestag muss uns eine Mahnung sein, Gewalttaten nicht zu dulden, hinzusehen, Verantwortung zu übernehmen und zusammenzuhalten." Es brauche noch mehr Menschen, die sich für eine bessere Gesellschaft ohne Angst und Gewalt einsetzen.

Höchstmögliche Sicherheit sei vorrangig Aufgabe von Polizei und staatlicher Verwaltung. "Unsere Sicherheitsbehörden können aber nicht jederzeit an jedem Ort sein", sagte der Minister und verwies auch auf den weiteren Ausbau der Videoüberwachung. Am S-Bahnhof in Solln seien mittlerweile zwölf Kameras installiert; alle 253 Münchner S-Bahn-Züge seien videoüberwacht. "Unser Ziel ist, dass alle sicherheitsrelevanten Bereiche im öffentlichen Personenverkehr videoüberwacht sind und die Polizei im Ernstfall schnellstmöglich auf die Aufnahmen der Kameras zugreifen kann." Dass man sich in Berlin auf einen weiteren Ausbau der Videoüberwachung an Bahnhöfen geeinigt habe, sei zu begrüßen.

Brunner wollte am 12. September 2009 Schüler vor einem gewalttätigen Übergriff zweier Jugendlicher beschützen und wurde von ihnen umgebracht.

Dominik-Brunner-Stiftung

Broschüre zum 10. Todestag

Minister Herrmann zu Zivilcourage und zu Brunner

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