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Bayern Huml: "Einschneidende Maßnahmen" wegen Coronavirus möglich

Melanie Huml (CSU), Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, gibt im bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege eine Pressekonferenz. Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild

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München (dpa/lby) - Die Abschottung ganzer Städte wegen des Coronavirus wie jetzt in Italien darf aus Sicht von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml nur die Ultima Ratio sein. "Bevor über die Abriegelung einer Stadt entschieden wird, sollte zunächst auf andere Lösungsmöglichkeiten gesetzt werden", sagte die CSU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in München. Der Schutz der Bevölkerung in Bayern habe oberste Priorität. "Deshalb können auch einschneidende Maßnahmen vorgenommen werden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", so Huml. Wichtig sei aber, immer im konkreten Einzelfall zu entscheiden und mit Augenmaß vorzugehen.

Italien hat mehrere Gemeinden im Norden des Landes wegen des Virus-Ausbruchs abgeriegelt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag gesagt, notwendig sei so ein Schritt nicht. "Von der Absage von Großveranstaltungen (...) bis zum kompletten Abriegeln ganzer Städte gibt es ja auch noch viele Zwischenstufen."

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar H. Wieler, sagte im "heute-journal" des ZDF: "Quarantäne von ganzen Ortschaften kann ich mir in Deutschland nicht vorstellen." Die Menschen müssten dann mit Lebensmitteln und Wasser, aber auch mit ärztlicher Hilfe versorgt werden. Das sei in einem Quarantänegebiet sehr schwierig.

Viele Ärzte und Menschen hierzulande seien aufmerksam und würden sich wohl rechtzeitig auf das neuartige Virus testen lassen. Sobald ein Fall entdeckt werde, würden unter anderem Kontaktpersonen gesucht, erläuterte der RKI-Chef. "Das können die deutschen Behörden, das haben sie in Bayern sehr gut gezeigt." Im Freistaat gab es 14 der 16 bisher in der Bundesrepublik positiv getesteten Covid-19-Patienten. So habe der Ausbruch eingedämmt werden können, sagte Wieler weiter.

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