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Bayern In Bayern solle es bald 100 Wasserstoff-Tankstellen geben

Ein Mann hält den Zapfhahn einer Wasserstoffzapfsäule. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Nürnberg (dpa/lby) - Der Freistaat Bayern will bei der Entwicklung von Wasserstoff als Treibstoff für Fahrzeuge Gas geben. In den nächsten Jahren sollen bayernweit 100 Tankstellen für Wasserstoff (H2) entstehen, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag bei der Vorstellung des bayerischen Wasserstoffkonzeptes in Nürnberg. Derzeit sind nur 17 in Betrieb, vier weitere im Bau. Die Landesregierung habe dafür ein Förderprogramm im Volumen von 50 Millionen Euro aufgelegt.

Noch in diesem Jahr soll erstmals bayerische Brennstoffzellen-Technologie in einem umgebauten Lastwagen auf die Straße kommen, sagte Aiwanger. Im Jahr 2021 soll in Erlangen die erste Tankstelle für flüssigen Wasserstoff (LOHC) entstehen.

"Made in Bavaria soll zum Wasserstoff-Gütesiegel werden", erklärte Aiwanger. Der Freistaat hatte im September 2019 in Nürnberg das Zentrum Wasserstoff Bayern (H2.B) gegründet, mit dem Ziel den alternativen Treibstoff zur Marktreife zu bringen. Wasserstoff eigne sich vor allem auch, um anderswo über erneuerbare Energieträger erzeugte Energie nach Bayern zu transportieren. Dem Wasserstoffbündnis gehörten 30 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft an.

Grüner Wasserstoff sei der Energieträger der Zukunft, sagte der Minister. "Um unsere Klimaziele zu erreichen, brauchen wir die Energie- und Mobilitätswende. Wasserstoff kommt dabei eine besondere Rolle zu, weil er sich auf viele verschiedene Arten emissionsfrei nutzen lässt", betonte er. Dadurch trage Wasserstoff dazu bei, Industrie, Verkehr und Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen.

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