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Bayern JVA-Beamter gesteht Handy-Schmuggel

Stacheldraht sichert eine Mauer der Justizvollzugsanstalt in Würzburg. Foto: David Ebener/Archivbild

(Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa)

Würzburg (dpa/lby) - Ein Beamter des Würzburger Gefängnisses hat gestanden, mehrfach Handys und Muskelaufbau-Präparate in die Justizvollzugsanstalt (JVA) eingeschmuggelt zu haben. Der 55-Jährige ist vorm Landgericht Würzburg wegen Bestechlichkeit angeklagt, da er im Gegenzug Geld sowie leichte Drogen und Arzneimittel erhalten hat.

Der JVA-Beamte verneinte am Mittwoch, dass die Gegenleistungen vereinbart gewesen seien. Vielmehr hätten alle aus Sympathie und Mitleid gehandelt. Ein Gefangener habe ihn um ein Handy gebeten, da er unter der Trennung von seiner Familie litt. Der Gefangene habe wiederum gewusst, dass der Beamte aufgrund eines Motorradunfalls Schmerzen hatte, wogegen die Drogen helfen sollten. Von anderen Häftlingen sei er dann zu weiteren Schmuggeltaten erpresst worden, ließ der Angeklagte verlauten. Die Entlohnungen seien für ihn nicht maßgeblich gewesen. Einen Handy- oder Drogenhandel in der JVA habe er nicht unterstützt.

Neben dem JVA-Beamten sind laut Staatsanwaltschaft 16 weitere Menschen in eigenen Verfahren angeklagt, 8 Gefangene und 8 Unterstützer, die das Schmuggelgut und den mutmaßlichen Bestechungslohn besorgt und übergeben haben sollen.

StGB über Bestechlichkeit

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