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Bayern Lebender Busch erschreckt Passanten

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Füssen (dpa/lby) - Ein als Busch verkleideter Mann muss nach Streichen in der Fußgängerzone von Füssen (Kreis Ostallgäu) nicht mit Polizeiermittlungen rechnen. Der 45-Jährige hatte in den vergangenen Wochen mehrfach mit seiner Verkleidung Passanten erschreckt und Videos von den Scherzen auf der Internetplattform Youtube veröffentlicht. "Bislang gibt es noch keine Reaktion von Leuten, die sich auf den Videos wiedererkannt haben", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Kempten am Montag. Insofern gebe es noch kein Verfahren gegen den Mann.

Polizisten hatten am Samstag zunächst eine herrenlose Kamera in der Allgäuer Stadt gesichtet. In der Nähe entdeckten sie dann den Buschmann, der sich in einen Blumenkübel gestellt hatte und dadurch nicht auffiel. Die Beamten klärten den 45-Jährigen auf, dass belästigte Passanten ihn anzeigen könnten. Das Aufnehmen und Veröffentlichen der Streiche könnte die Persönlichkeitsrechte der Abgebildeten verletzen.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte der Mann solche Videos gedreht und bei Youtube präsentiert. In den Filmen ist zu sehen, dass die meisten Männer und Frauen mit Humor reagieren, nachdem sie von dem lebenden Busch erschreckt wurden.

Auf Youtube finden sich auch zahlreiche andere Videos aus dem Ausland von als Busch kostümierten Menschen, die in Städten Fußgänger überraschen. Der Polizeisprecher erklärte, dass in anderen Ländern möglicherweise die Rechtslage anders sei als in Deutschland. Hier müsse bei solchen "Pranks" (Streichen) die Erlaubnis der Aufgenommenen eingeholt werden.

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