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Bayern MVV-Tickets im Wert von Millionen gefälscht: Haftstrafen

Eine Bronzeplastik der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

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München (dpa/lby) - Das Landgericht München I hat die Mitglieder einer Bande verurteilt, die im großen Stil Tickets für Bus und Bahn gefälscht hat. Ein 47-jähriger Mann bekam eine Haftstrafe von drei Jahren wegen banden- und gewerbsmäßiger Urkundenfälschung sowie Hehlerei, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag mitteilte. Er soll laut Anklage in seinem Design-Studio in Salzburg über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren gefälschte Monatskarten gedruckt haben. Eine 44 Jahre alte Komplizin wurde zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Ein 36-Jähriger bekam wegen Beihilfe eine Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren. Gegen weitere Mitglieder und den mutmaßlichen Kopf der Bande laufen gesonderte Verfahren.

Die Bande hatte über Jahre insgesamt mindestens 62 Blanko-Fahrkartenrollen aus aufgebrochenen Bussen gestohlen oder versucht, Busfahrer mit Geld, Handys und Sex zu bestechen, die Rollen herauszugeben. Die Blanko-Tickets wurden dann bedruckt und als Tickets für den Münchner Verkehrsverbund (MVV) verkauft. Laut Anklage war eine Rolle bis zu 150 000 Euro wert. Insgesamt macht das einen möglichen Maximalschaden von 9,3 Millionen Euro, der den Münchner Verkehrsbetrieben dadurch entstand.

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