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Bayern Massiver Rückgang bei Asylbewerberzahlen in Bayern

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München (dpa/lby) - Die Zahl der neu nach Bayern gekommenen Asylbewerber ist im Zuge der Corona-Krise massiv gesunken. Während es im Februar noch durchschnittlich 311 Personen pro Woche waren, ging die Zahl im März stark zurück, wie der bayerische Innenminister Joachim Herrmann am Mittwoch mitteilte. In der vergangenen Woche kamen demnach nur noch 38 neue Asylbewerber an.

"Wir nutzen den starken Rückgang im Asylgeschehen, um die Belegung insbesondere in den Anker-Einrichtungen wo immer möglich zu entzerren", sagte Herrmann. "Das hilft, Mindestabstände einzuhalten und Infektionen mit dem Corona-Virus in den staatlichen Asylunterkünften bestmöglich zu vermeiden." Ende März waren in Bayern rund 89 000 Personen in kommunalen Asylunterkünften untergebracht.

Herrmann betonte zudem, dass es keine Anhaltspunkte für ein erhöhtes Infektionsrisiko durch neu ins Land kommende Asylbewerber gebe. "Niemand muss in Bayern Angst haben, Asylbewerber könnten das neuartige Coronavirus unbemerkt nach Bayern eintragen. Ebenso unbegründet wäre die Befürchtung, in den bayerischen Anker-Einrichtungen könnte sich das Virus unbemerkt verbreiten." Mitte März hatte der Bayerische Flüchtlingsrat gewarnt, dass die Menschen in Ankerzentren besonders von einer Infektion mit dem Coronavirus bedroht seien.

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