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Bayern Metall-Tarifrunde startet am Donnerstag in Nürnberg

Landesbezirkschef der IG Metall Bayern Johann Horn.

(Foto: Peter Kneffel/dpa/Archivbild)

München (dpa/lby) - Die Tarifverhandlungen für die 855.000 Beschäftigten der bayerischen Metall- und Elektroindustrie beginnen am kommenden Donnerstag in Nürnberg. Die IG Metall fordert acht Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Ihr Landesbezirkschef Johann Horn sagte am Freitag: "Die meisten Unternehmen können die gestiegenen Preise weitergeben, die Menschen können das nicht." Deshalb sei die Forderung angemessen. "In Nürnberg werden die Beschäftigten den Arbeitgebern einen ersten Vorgeschmack geben, wie groß ihre Aktionsbereitschaft ist", kündigte er an. Zu einer Kundgebung vor der Meistersingerhalle erwartet die Gewerkschaft Tausende Beschäftigte aus ganz Bayern.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie, wies die Forderung von 8 Prozent mehr Lohn als überzogen zurück: "Krieg, Energie- und Gas-Krise, Lieferkettenproblematik, Strukturwandel und Corona-Pandemie hatten und haben einen verheerenden Einfluss auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen", sagte er in München.

Die ersten Tarifgespräche für die Metall- und Elektroindustrie starten schon am Montag für den Bezirk Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Hannover. Bundesweit arbeiten fast vier Millionen Beschäftigte in der Branche. Die regionalen Entgelt-Tarifverträge laufen bundesweit zum 30. September aus. Warnstreiks sind nach dem 28. Oktober möglich.
In aller Regel wird im Laufe der Verhandlungen ein Pilotbezirk vereinbart, dessen Abschluss dann die übrigen Regionen übernehmen.

Quelle: dpa

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