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Bayern Mordprozess um Sophia: Freundin schneller als Polizei?

Ein wegen Mordes angeklagter Marokkaner (2.v.r.) sitzt zu Prozessbeginn den Sitzungssaal im Landgericht Bayreuth. Foto: Daniel Karmann

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Bayreuth (dpa/lby) - Im Mordfall um die erschlagene Tramperin Sophia Lösche hatte eine Freundin des Opfers nach Angaben der Ermittler schneller Kontakt zum angeklagten Fernfahrer als die Polizei. Das sagte ein leitender Ermittler am Mittwoch in dem Prozess vor dem Landgericht Bayreuth. Der Fernfahrer habe auf die Freundin kooperativ gewirkt und angegeben, die Tramperin wie gewünscht in der Nähe von Nürnberg abgesetzt zu haben. Sophias Familie hatte wiederholt kritisiert, dass die deutsche Polizei am Anfang nicht schnell genug tätig geworden sei.

Der 42-jährige Angeklagte hatte am ersten Prozesstag zugegeben, die 28-jährige Studentin vor gut einem Jahr in seinem Lkw mitgenommen und anschließend getötet zu haben. Den ihm ebenfalls in der Anklage vorgeworfenen sexuellen Übergriff verneinte er vehement.

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