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Bayern Münchner Polizeipräsident bei Unfall auf Autobahn verletzt

Hubertus Andrä, Polizeipräsident von München. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

(Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild)

Eine Woche zum Vergessen für den Münchner Polizeipräsidenten Andrä: Erst wird das neue Ausmaß eines Drogenskandals unter seinen Polizeibeamten bekannt und dann gerät er auch noch in einen schweren Unfall.

München (dpa/lby) - Der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä ist in der Nacht zu Freitag bei einem Unfall auf der Autobahn 94 verletzt worden. Das bestätigte ein Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums. "Er hat wohl Verletzungen erlitten, war aber ansprechbar." Der 64-jährige Andrä war demnach am Freitagmorgen noch in medizinischer Behandlung.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Autobahnpolizeistation Mühldorf um kurz nach Mitternacht; vier Autos waren demnach darin verwickelt - darunter auch der Wagen eines 64-Jährigen, bei dem es sich wohl um Andrä handelt. Er konnte den Angaben zufolge nicht mehr bremsen, als das Auto eines 21-Jährigen sich nach dem Zusammenstoß mit einem anderen Wagen überschlagen hatte und auf der Fahrbahn liegen geblieben war. Er prallte mit seinem Auto gegen den auf dem Dach liegenden Wagen, wurde dabei leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Vier Menschen wurden den Angaben nach leicht verletzt. Es entstand ein Schaden von rund 74 000 Euro. Die A94 war in Fahrtrichtung Passau zeitweise gesperrt.

Für Andrä, der sein Amt als Münchner Polizeichef Ende Oktober aufgibt und in den Ruhestand geht, dürfte es damit endgültig eine Woche zum Vergessen sein. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass noch mehr Polizisten aus dem Zuständigkeitsbereich seines Präsidiums in einen handfesten Drogenskandal verwickelt sind als zunächst angenommen. Sie sollen selbst Kokain geschnupft und untereinander weitergegeben haben.

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