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Bayern Nach eineinhalb Jahren bedroht Steinschlag Klima-Dauerdemo

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Augsburg (dpa/lby) - Nach einer seit rund eineinhalb Jahren dauernden Demonstration neben dem Augsburger Rathaus müssen junge Klimaschützer nun wohl umziehen. Die Stadt Augsburg berichtete am Mittwoch, dass vom Perlachturm am Rathausplatz Steine herabfallen könnten. Deswegen sei der angrenzende Fischmarkt, auf dem seit Anfang Juli 2020 die Dauerdemonstration stattfindet, gesperrt worden.

Ein neues Gutachten habe ergeben, dass aus dem Turm größere Teile herausbrechen und zu Boden fallen könnten. "Bereits während der Untersuchung in ca. 60 Metern Höhe von einem Kran aus haben die Statiker mehrere lockere Steinfragmente entfernt", berichtete die Stadt. Der Gehweg unterhalb des Turms sei umgehend gesperrt worden, der Zugang zu Geschäften und einer Kirche vorläufig nicht möglich.

Wie es mit dem sogenannten Klimacamp weitergeht, ist noch unklar. Die Demonstranten protestieren gegen die ihrer Meinung nach unzureichende Klimapolitik der Stadt. Der Stadtspitze ist die Dauerdemo schon lange ein Dorn im Auge. Vor dem Verwaltungsgericht ist die Verwaltung allerdings in erster Instanz mit dem Versuch gescheitert, eine Auflösung der Kundgebung zu erzwingen.

Man sei nun wegen der Sperrung des Platzes mit den Aktivistinnen und Aktivisten des Klimacamps im engen Austausch, berichtete die Stadt. Von den Verantwortlichen des Klimacamps war zunächst keine Stellungnahme zu der Entwicklung zu erhalten.

© dpa-infocom, dpa:211208-99-307047/2

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