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Bayern Nürnberger Künstler für "Fantasy"-Kunst ausgezeichnet

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Nürnberg (dpa/lby) - Für sein kupfernes "Fantasy"-Kunstobjekt "Pole" ist der Nürnberger Künstler Urban Hüter mit dem diesjährigen Kunstpreis der "Nürnberger Nachrichten" ausgezeichnet worden. Die mit Werkzeugen und anderen Alltagsgegenständen bestückte Kupferstange sei ein "fulminantes Werk, bei dem buchstäblich ein Rädchen ins andere greift", betonte die Jury in ihrer am Dienstag veröffentlichten Laudatio. Das Kunstwerk ist an der Decke montiert.

Die mit 8500 Euro dotierte Auszeichnung soll an diesem Mittwoch (17. Juli) in der Nürnberger Martha-Kirche überreicht werden.

Die beiden zweiten Preise teilen sich der in Regelsbach im Landkreis Roth lebende Künstler André Debus und der Nürnberger Simon Keller. Da auf die Vergabe des dritten Preises verzichtet wurde, geht die Hälfte der Preisgeldsumme von 4250 Euro jeweils an die beiden Ausgezeichneten.

Beide begeisterten die Jury mit fotorealistischen Selbstporträts. Debus' Ölbild mit dem Titel "Beschädigter Künstler" schockiert den Betrachter mit einem Selbstbildnis des Künstlers, der gerade "eins in die Fresse" (Jury) bekommen zu haben scheint. Kellermann thematisiert mit seinem Ölbild "Landslide" (Erdrutsch) das Schicksal eines offenbar von einen Erdrutsch heimgesuchten jungen Mannes.

Nach Angaben der Ausrichter des Wettbewerbs hatten sich in diesem Jahr rund 500 Künstler mit 1300 Arbeiten um den Kunstpreis beworben. Davon seien 94 Werke von 84 Künstlern in die engere Wahl gekommen. Diese sind von diesem Donnerstag (18. Juli) an bis zum 1. September im Nürnberger Kunsthaus gegenüber dem Hauptbahnhof ausgestellt. Der Besuch der Ausstellung ist kostenlos.

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