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Bayern Oberbayern hofft auf Wintertourismus: Keine Après-Ski-Region

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München (dpa/lby) - Trotz der neuerlichen Corona-Beschränkungen blicken Touristiker im Süden Bayerns vorsichtig optimistisch auf den kommenden Winter. Die Schließungen träfen die Branche schmerzhaft, allerdings zähle der November auch sonst zu den schwächsten Monaten, sagte die Sprecherin des Tourismusverbandes Oberbayern, Cindy Peplinski, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Die Zuversicht in den oberbayerischen Alpen-Destinationen ist nach wie vor groß, dass uns eine herausfordernde, aber gute Wintersaison bevorsteht."

Der Verband sieht auch Chancen. Man gehe davon aus, dass in diesem Winter mehr Menschen in Deutschland, speziell in Bayern, ihren Urlaub verbringen werden. Mögliche Grenzschließungen könnten ein Grund dafür sein. Gäste befürchteten zudem Quarantänepflichten bei der Rückkehr nach Deutschland und wollten die Sicherheit haben, jederzeit nach Hause zurückkehren zu können.

Zudem sei Oberbayern keine typische Après-Ski-Region. Beim Après-Ski in Österreich hatten sich im vergangenen Winter zahlreiche Menschen angesteckt. Die oberbayerischen Skigebiete verfügen auch über viele kurze Sessel- und Schlepplifte, die eine volle Besetzung mit Schutz-Maske ermöglichen. Und: "Nicht zuletzt ist der Winter in Oberbayern echt schön", sagte Peplinski.

Der Tourismus sei keine Risikobranche. Beherbergungsbetriebe, Seilbahnen und Freizeitanbieter hätten schon aus dem Sommer Erfahrungen, um Infektionen einzudämmen. "Wintersport ist eine Freiluft-Sportart, die den Körper stärkt und einen großen Erholungswert bietet. Genau hier besteht jetzt eine hohe Nachfrage in dieser schwierigen Zeit."

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