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Bayern Regionale Anti-Corona-Maßnahmen: Infektiologe lobt Einigung

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München (dpa/lby) - Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger vom Universitätsklinikum Regensburg, hat die Bund-Länder-Einigung auf gezielte, regionale Anti-Corona-Maßnahmen als "Schritt in die richtige Richtung" gelobt. "Im Osten, in Mecklenburg-Vorpommern, ist die Epidemie ganz, ganz anders als in Bayern, Baden-Württemberg oder Nordrhein-Westfalen. Deswegen ist es sinnvoll, dass wir diese angepassten Regeln haben, die in Kraft treten, wenn die Epidemie bestimmte Grenzwerte zeigt", sagte Salzberger am Mittwoch dem Bayerischen Rundfunk.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf regionale Gegenmaßnahmen verständigt, wenn die Neuinfektionszahlen in Landkreisen bestimmte Schwellenwerte übersteigen. Dann soll es in diesen Regionen etwa Beschränkungen bei der Teilnehmerzahl von privaten Feiern geben.

Zu den zuletzt gestiegenen Corona-Neuinfektionszahlen sagte Salzberger: "Mich beunruhigen diese Zahlen schon - mich beunruhigen diese Zahlen aber nicht so sehr wie im März, weil die Steigerung ist sehr viel langsamer." Als Grund für den Anstieg sieht er nicht nur die Tatsache, dass man sich wieder mehr in geschlossenen Räumen aufhält. "Das meiste, was wir jetzt sehen, kommt tatsächlich durch Reiserückkehrer, das kommt von außen rein und verbreitet sich dann hier explosionsartig, vor allem bei privaten Feiern", erklärte er.

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