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Bayern Schubert löst Pätzold als Ingolstadt-Trainer ab

Ein Fußballspieler spielt den Ball. Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild

(Foto: Uwe Anspach/dpa/Symbolbild)

Die kurze Amtszeit von Roberto Pätzold beim FC Ingolstadt ist vorbei. Die Niederlage gegen Düsseldorf war zu viel für den früheren Jugendcoach, André Schubert übernimmt.

Ingolstadt (dpa/lby) - Der frühere Gladbach-Trainer André Schubert soll den kriselnden FC Ingolstadt nach der Trennung von Trainer Roberto Pätzold wieder auf Kurs bringen. Der Fußball-Zweitligist stellte Pätzold am Sonntagabend ebenso frei wie Florian Zehe, Leiter Sport. "Wir haben sehr genau beobachtet und abgewägt, welche Reize wir wann setzen müssen, um in dieser unheimlich starken 2. Bundesliga zu bestehen", sagte Vorstandsvorsitzender Peter Jackwerth laut Mitteilung vom Sonntag. "Mit André Schubert bekommen wir einen erfahrenen und gleichzeitig emotionalen Fachmann, der an den entscheidenden Rädchen drehen und wieder ein Feuer entfachen kann."

Der als Nachwuchscoach beförderte Pätzold (42) konnte das nach Einschätzung von Jackwerth offenbar nicht mehr. An Einsatz und Willen hatte es den Ingolstädtern beim 1:2 gegen Fortuna Düsseldorf nicht gefehlt. Punkte nahmen die Oberbayern aber wieder nicht mit. Das soll sich unter Schubert, der bereits am Montag das Training übernehmen soll, ändern. Der 50 Jahre alte Fußballlehrer, der bereits unter anderem in Paderborn, Mönchengladbach, Braunschweig und zuletzt in Kiel tätig war, blickt auf 115 Zweit- und 45 Erstligaspiele als Trainer zurück.

"Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unserem neuen Trainer schnellstmöglich die richtigen Hebel zu finden und sie mit aller Macht umzulegen", sagte Jackwerth.

Aufsichtsratsvorsitzender Karl Meier hofft auf einen "kräftigen Impuls" im Kampf um den Klassenerhalt. "Bei der Nachbesetzung der wichtigen Rolle des Hauptverantwortlichen im sportlichen Bereich werden wir uns die nötige Zeit nehmen", sagte Meier.

Über die Nachbesetzung der vakanten Position in der sportlichen Leitung wird in den kommenden Wochen entschieden. Bis diese feststeht unterstützt Peter Jackwerth laut Mitteilung in diesem Bereich interimsmäßig den Manager Profifußball, Malte Metzelder.

"Zunächst gilt Florian Zehe und Roberto Pätzold unser Dank für ihren Einsatz im Dienste des FC Ingolstadt 04 über viele Jahre hinweg. In der neuen Konstellation wollte es uns aber, aufgrund verschiedenster Umstände, nicht gelingen, den Weg der Schanzer so weiterzugehen, wie wir uns das alle erhofft hatten", sagte Geschäftsführer Manuel Sternisa. "Beide sind ganz eng mit diesem Verein verwurzelt und wir haben alle ihre tagtägliche, harte und sehr professionelle Arbeitsweise gesehen. Deshalb ist das eine Entscheidung, die sehr weh tut, doch über allem steht am Ende der Erfolg des Vereins."

Bei der Niederlage gegen Düsseldorf erzielten André Hoffmann (57. Minute) und Matthias Zimmermann (74.) die Treffer für die Fortuna, bei der Torwart Florian Kastenmeier für ein Handspiel weit vor seinem Tor mit einer Roten Karten vom Platz gestellt wurde (84.). Vertreter Raphael Wolf kassierte das Ingolstädter Tor per Foulelfmeter, Fatih Kaya (90.+3) traf vor 4572 Zuschauern.

© dpa-infocom, dpa:210926-99-369317/4

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