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Bayern Schüler demonstrieren für mehr Hilfen für Privatschulen

Stühle stehen in einem Klassenzimmer auf den Tischen.

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil)

München (dpa/lby) - Rund 13.000 Menschen haben am Mittwoch für mehr staatliche Unterstützung von Privatschulen demonstriert. Jugendliche, Eltern und Lehrer aus ganz Bayern versammelten sich zu einer "Unterrichtsstunde der Superlative" am Königsplatz, die nach Angaben der Polizei friedlich verlief. Die Schulen würden seit Jahren deutlich benachteiligt, hinzu kämen extrem gestiegene Energiekosten. Private Träger könnten das nicht mehr stemmen, teilte der Rat freier Schulen in München mit, dem unter anderem das Katholische Schulwerk, die Evangelische Schulstiftung, die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen und die Montessori-Schulen angehören.

Ein Sprecher des Verbandes Bayerischer Privatschulen (VBP) sprach von einer jährlichen Finanzierungslücke in Höhe von 64 Millionen Euro. Hinzu kämen die Energiekosten. Das katholische Schulwerk Augsburg bezifferte diese Kosten für seine mehr als 40 Schulen nach Angaben des Sprechers mit rund 8 Millionen Euro pro Jahr.

Erst Ende November hatten die Landtagsfraktionen von CSU und Freien Wählern angekündigt, im Haushalt 2023 die Zuschüsse um 12,8 Millionen Euro zu erhöhen. Insgesamt betrüge der sogenannte Schulgeldersatz dann 141 Millionen Euro. Der VBP-Sprecher nannte diese Summe ein Trostpflaster. Zudem sei es bislang nur eine Ankündigung und die Erhöhung um 12,8 Millionen zunächst nur eine einmalige Sache.

Quelle: dpa

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