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Bayern Schutz vor Radikalisierung: Kurzfilmreihe für Jugendliche

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München (dpa/lby) - Mit einer neuen Kurzfilmreihe will das bayerische Innenministerium über die Gefahren politischer Radikalisierungen warnen. "Jugendliche und junge Erwachsene sind oft auf der Suche nach ihrer gesellschaftlichen Rolle sowie nach Orientierung. Diese Lebenssituation nutzen Extremisten gezielt aus, um sie für ihre Ideologien und Organisationen zu gewinnen", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag beim Start der Kampagne "Schau hin! - gegen Radikalisierung und Extremismus" in München. Das Umfeld der Jugendlichen müsse dafür sensibilisiert werden.

Für die Kampagne wurden sieben Kurzfilme zu den Themen Antisemitismus, Salafismus, Rechtsextremismus und Linksextremismus produziert, sie sollen wachrütteln, aufklären und zum Handeln aufrufen. "Im Alltag aufmerksam sein, Anzeichen erkennen, ernst nehmen und richtig handeln: Da sind wir alle gefordert", sagte Herrmann. Gerade wenn Jugendliche auffällig radikale Meinungen vertreten, bestimmte Bevölkerungsgruppen beleidigen oder sich von ihrem gewohnten Umfeld zurückziehen, gelte es genau hinzuschauen, auf die Jugendlichen zuzugehen und das persönliche Gespräch zu suchen.

Die etwa eineinhalb-minütigen Clips zeigen junge Menschen in unterschiedlichen Situationen und Lebensphasen, die anfällig für eine Radikalisierung sind, und wie Freunde, Trainer, Sportkameraden oder Fachleute darauf richtig reagieren. "Dieses Engagement ist außerordentlich wichtig, denn niemand wird als Extremist geboren oder über Nacht zum Extremisten. Wir müssen daher ein Umfeld schaffen, in dem Radikalisierung gar nicht erst entsteht. Prävention ist der beste Schutz vor Extremismus", betonte Herrmann.

Quelle: dpa

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