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Bayern Schwiegermutter getötet? Mann nach schwerem Unfall in U-Haft

Ein Polizist trägt Handschellen und eine Pistole am Gürtel. Foto: Oliver Berg/Archivbild

(Foto: Oliver Berg/dpa)

Nürnberg/Borchen (dpa/lby) - Wäre er nicht in einen kuriosen Unfall auf einer Autobahn in Mittelfranken verwickelt worden, dann säße ein 53-Jähriger wohl nicht wegen Verdachts auf Totschlag in Untersuchungshaft. Doch der Reihe nach: Die nordrhein-westfälische Polizei verdächtigt den Mann, seine 76 Jahre alte Schwiegermutter in Borchen bei Paderborn getötet zu haben. Einsatzkräfte fanden die Leiche am Sonntagabend. Wegen Spuren am Tatort war der Schwiegersohn ins Visier der Ermittler geraten. Sie schrieben ihn zur Fahndung aus.

Stunden vor dem Leichenfund, am Sonntagmorgen, war der 53-Jährige aber in den Unfall auf der A3 bei Erlangen verstrickt. Dabei kam ein Senior ums Leben. Die Ehefrau des Verdächtigen war aus ungeklärter Ursache nach dem Unfall aus dem Auto gestiegen, auf die Fahrbahn gelaufen und über die Mittelleitplanke geklettert. Ein Fahrzeug erfasste sie. Die Frau kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Weil der Name des Mannes nach dem Unfall im bundesweiten System der Polizei auftauchte, wurden Beamte in NRW auf ihn aufmerksam. In der Nacht zu Montag nahmen Spezialkräfte den Verdächtigen in einem Hotel in der Nähe von Nürnberg fest. Dort hatte war er nach Polizeiangaben zu Gast, um in der Nähe seiner Frau zu sein.

Ein Richter entschied dann am Dienstag, den Verdächtigen in U-Haft zu nehmen. Ob die Frau in das Verbrechen verwickelt war, blieb erst einmal unklar - die Polizei in NRW wollte dazu keine Angaben machen.

Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Paderborn und der Polizei Bielefeld

Mitteilung der Polizei Mittelfranken zu dem Unfall

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