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Bayern Tod eines Babys: 23-Jähriger wegen Mordes vor Gericht

Eine Bronzestatue der Justitia steht unter freiem Himmel. Foto: picture alliance/Arne Dedert/dpa/Symbolbild

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Kurz vor Weihnachten stirbt ein kleiner Bub in Unterfranken. Zuvor muss das Baby furchtbar gelitten haben. Der damalige Freund seiner Mutter steht nun vor Gericht.

Würzburg (dpa/lby) - Nach dem qualvollen Tod eines Babys in Unterfranken steht von Mittwoch (28. Oktober) an ein Mann vor dem Landgericht Würzburg. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen Mord vor. Der Angeklagte soll seine damalige Freundin und ihren Säugling immer wieder misshandelt haben. Am 20. Dezember 2019 eskalierte die Situation wohl derart, dass der acht Monate alte Bub starb.

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland nach Angaben des Bundeskriminalamtes 32 Kinder unter sechs Jahren gewaltsam ums Leben. Mehr als 1700 wurden nachweislich misshandelt. In vielen Fällen sind die Täter in der Familie zu finden. Meist ist Überforderung die Ursache; viele Experten halten die bekannten Fälle nur für die Spitze des Eisbergs.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg wirft dem Deutschen vor, den Buben im Raum Gemünden am Main (Landkreis Main-Spessart) mit stumpfer Gewalt malträtiert und schließlich erstickt zu haben. Die heute 21 Jahre Mutter hatte ihren Sohn leblos in seinem Bett gefunden. Die Anklage geht davon aus, dass der Mann das Kind als Störfaktor empfand und aus niedrigen Beweggründen handelte. Er soll bereits in den Wochen vor der Tat gewalttätig gegenüber der Mutter und dem Baby gewesen sein.

Bei der Obduktion des Leichnams entdeckten Rechtsmediziner Hinweise auf ältere Verletzungen am Körper des Kleinen. Die Anklage lautet auf Körperverletzung in fünf Fällen, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Mord. Der Verdächtige sitzt seit Dezember in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bisher zehn Verhandlungstermine geplant.

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