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Bayern Umfrage: Bayern fühlen sich weniger sicher

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München (dpa/lby) - In Bayern wächst nach einer neuen Umfrage die Verbrechensangst. Im neuen "Heimatindex" der Volks- und Raiffeisenbanken bewerteten die Teilnehmer der Umfrage ihr Sicherheitsgefühl schlechter als noch im Frühjahr - von 100 möglichen Punkten vergaben sie noch 51. Vor sechs Monaten waren es noch 53, im Frühjahr 2018 noch 60 Punkte gewesen. "Das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger hat spürbar nachgelassen", sagte Jürgen Gros, der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern, der die repräsentative Umfrage halbjährlich in Auftrag gibt.

Das gestiegene Unsicherheitsgefühl geht nicht mit einer Verbrechensexplosion einher. Zwar ist die Gewaltkriminalität 2018 leicht gestiegen, aber die bayerische Polizei verzeichnete 2017 die niedrigste und 2018 die zweitniedrigste Verbrechensrate seit 1988.

Im Zuge der Klimadebatte sehen viele Menschen auch den Zustand der Umwelt kritischer als früher, in dieser Hinsicht sank der Index im Vergleich zum Frühjahr von 60 auf 55 Punkte. Gleichzeitig sind die Einwohner Bayerns im Schnitt nach wie vor zufriedener als die Bürger anderer Bundesländer, die bayerischen Teilnehmer vergaben 75 von 100 Punkten, diejenigen außerhalb des Freistaats dagegen 71.

Befragt wurden Ende Juni und Ende Juli in Bayern jeweils über 1000 Menschen vom Hamburger Meinungsforschungsinstitut GMS, außerdem zum Vergleich mit dem Bundesgebiet 2000 weitere Bürger außerhalb der bayerischen Grenzen.

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