Regionalnachrichten

Bayern Viele freie Wohnheimplätze für Studenten in Bayern

dpa_Regio_Dummy_Bayern.png

Für ein Zimmer in einem öffentlich geförderten Wohnheim zahlen Studenten in Bayern meist nur wenige Hundert Euro. Die günstigen Zimmer sind beliebt - und deshalb oft komplett belegt. Doch momentan sieht das in vielen Städten anders aus.

Regensburg (dpa/lby) - Ein Platz in einem Wohnheim ist für Studenten meist mit Wartezeiten verbunden - wegen der Corona-Pandemie sind dieses Sommersemester in einigen bayerischen Städten aber noch Zimmer frei. In Deggendorf, Landshut, Passau, Regensburg und Straubing hätten Studenten eine "außergewöhnlich gute Chance", einen der öffentlich geförderten Wohnplätze zu erhalten, teilte das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz am Freitag mit.

Auch in Augsburg sind derzeit rund 120 von 2147 Wohnheimplätzen nicht belegt, wie das dortige Studentenwerk auf Nachfrage mitteilte. Die große Menge an leerstehenden Zimmern in den günstigen Wohnanlagen sei ein "historisches Novum".

Grund für die vielen freien Zimmer ist nach Angaben der Studentenwerke, dass infolge der Corona-Krise viele internationale Studenten vorzeitig in ihr Heimatland zurückgekehrt sind oder wegen der Reisebeschränkungen nicht zum Studium nach Deutschland einreisen konnten. Wegen des Online-Semesters benötigen derzeit auch viele deutsche Studenten kein Zimmer vor Ort.

Ausnahmsweise vermietet sowohl das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz als auch das Studentenwerk Augsburg die freien Plätze bis zum Beginn des Wintersemesters im Oktober auch an Nicht-Studierende. So sollen wirtschaftliche Schäden durch die fehlenden Mieteinnahmen minimiert werden. Nach Angaben des Studentenwerks in Regensburg werden die Mieteinnahmen für den Bau von rund 650 neuen Wohnplätzen für Studierende in Niederbayern und der Oberpfalz benötigt.

In der Landeshauptstadt sieht die Situation in den Wohnheimen etwas anders aus. Dort habe es nur während einer kurzen Übergangszeit im April freie Zimmer gegeben, da viele internationale Studenten ihren Wohnplatz kurzfristig abgesagt hätten. "Unsere Warteliste bietet generell und gerade zu Semesterstart einen großen Pool an Wohnplatzinteressenten, so dass die freien Wohnplätze innerhalb kurzer Zeit mit Studierenden von der Warteliste nachbesetzt werden konnten", teilte eine Sprecherin des Studentenwerks München mit.

Ähnlich ist die Situation in Erlangen und Ingolstadt - dort sind nach Angaben des zuständigen Studentenwerks aktuell weniger als zehn Plätze nicht vermietet.

Newsticker