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Bayern Weniger Wiesn-Gäste: Ein "Fremdeln" nach Corona-Pause

Der Schauspieler Ralf Moeller (M) macht auf der Bühne des Marstall Festzelt auf dem Oktoberfest Fotos mit einem Handy.

(Foto: Felix Hörhager/dpa)

München (dpa/lby) - Rund drei Millionen Gäste und damit 300.000 weniger als bei der letzten Wiesn vor der Pandemie haben bisher das Münchner Oktoberfest besucht. Schuld an dem geringeren Interesse war laut Festleiter Clemens Baumgärtner (CSU) das miese Wetter - und nicht etwa die Corona-Sorge. Der Start des Festes am Samstag vor einer Woche fiel ins Wasser, nur ein paar Tage lockte sonniges Herbstwetter mehr Besucher an.

Die Festleitung sei dennoch sehr zufrieden. "Ich bin nicht auf der Jagd nach Rekordzahlen", sagte der Münchner Wirtschaftsreferent am Sonntag bei der Halbzeitbilanz für das Volksfest. Wichtig sei, dass das Fest nach zwei coronabedingt abgesagten Festen wieder stattfinde. Es sei eine Wiesn wie eh und je mit vielen Familien und auch vielen vor allem englischsprachige Touristen. "Die Befürchtung, dass der eine oder andere ein bissel fremdeln könnte nach zwei Jahren, ist nicht eingetreten."

Weder bei den Wirten noch bei Schaustellern oder Sicherheitsdiensten gebe es größere Personalausfälle wegen Covid-19. Wissenschaftler wie Politiker rechnen allerdings mit einer Corona-Welle nach der Wiesn. Immer wieder schnellten etwa eineinhalb bis zwei Wochen nach dem Start von Volksfesten die Inzidenzen hoch.

Die Wiesn dauert einen Tag länger bis zum 3. Oktober, da der Tag der Deutschen Einheit auf den Montag nach dem letzten Wiesn-Sonntag fällt.

Quelle: dpa

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