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Berlin & Brandenburg 40-Jähriger nach mehreren Vergehen in Psychiatrie

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Berlin (dpa/bb) - Ein 40-Jähriger soll einen Nachbarn zur Tötung hochrangiger Bundeswehrsoldaten aufgefordert, einen Ziegelstein auf einen Passanten geworfen, eine Kita beschädigt und mehrere Diebstähle begangen haben - nun ist der Mann vorläufig im Berliner Krankenhaus des Maßregelvollzugs untergebracht. Wie die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt am Freitag weiter mitteilte, sei er dringend mehrerer Gewalttaten verdächtig, bei denen er seine islamistische Motivation zum Ausdruck gebracht haben soll. Nach vorläufiger Einschätzung von Gutachtern sei der Verdächtige wegen einer psychiatrischen Erkrankung aber schuldunfähig.

Der gerichtliche Unterbringungsbeschluss sei bereits am Mittwoch vollstreckt worden, hieß es. In den vergangenen Jahren sei der Mann bereits durch eine Vielzahl bundesweit versandter islamistischer Missionierungs-SMS aufgefallen, hieß es. Nun sei er im März und April dieses Jahres mutmaßlich gefährlich geworden.

Von dem 40-Jährigen seien erhebliche Straftaten zu erwarten gewesen, wenn er auf freiem Fuß geblieben wäre. Die Staatsanwaltschaft habe ihren Antrag auf Unterbringung deshalb auch mit einer Gefahr für die Allgemeinheit begründet, hieß es.

Wenn Erwachsene erhebliche Straftaten begehen und wegen einer psychischen Erkrankung oder Suchtmittelmissbrauchs nicht oder eingeschränkt schuldfähig sind, wird in Berlin vom Gericht die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung - dem Krankenhaus des Maßregelvollzugs – angeordnet. Nach Senatsangaben stehen dafür mehr als 500 Betten bereit.

© dpa-infocom, dpa:210723-99-495501/3

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