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Berlin & Brandenburg "Abermillionen Opfer" - Gedenken an Kriegsende vor 76 Jahren

Zahlreiche Kränze am Sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide. Foto: Jörg Carstensen/dpa

(Foto: Jörg Carstensen/dpa)

Am 8. Mai 1945 ging mit der deutschen Kapitulation der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende. Am Wochenende haben Menschen in Berlin und Brandenburg an die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnert.

Berlin (dpa/bb) - Am Wochenende ist in Berlin und Brandenburg an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert worden. In der Hauptstadt wurden an mehreren Sowjetischen Ehrenmalen Blumen und Kränze niedergelegt. Am 8. Mai 1945 war mit der deutschen Kapitulation der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende gegangen. In Brandenburg erinnerten Landtag und Landesregierung an die Opfer.

"Die Verantwortung für die Abermillionen Opfer, das Leid und die Zerstörung wird Deutschland auf immer zu tragen haben", sagte Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke am Samstag bei der Gedenkstunde im Innenhof des Potsdamer Landtags. Dabei gelte es aber, den Blick auch nach vorne zu richten, betonte sie. "Wir müssen erleben, dass Nationalismus und Verblendung weiterhin wirken und zerstören können", sagte Liedtke. "Dem entgegenzutreten, bleibt eine Aufgabe für alle demokratischen Kräfte."

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erklärte, der 8. Mai 1945 stehe auch für einen Neubeginn in den Beziehungen zu den direkten Nachbarn. Obwohl in den Jahrzehnten der deutschen Teilung direkte Kontakte kaum möglich gewesen seien, habe sich nach der Wende eine Blütezeit der brandenburgisch-französischen Beziehungen entwickelt.

An der Gedenkstunde nahmen auch die französische Botschafterin, die Botschafterin Lettlands, die Botschafter von Estland und Belarus sowie diplomatische Vertreter der Russischen Föderation, Polens und der Ukraine teil.

Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht hatte am 8. Mai 1945 der von Hitler-Deutschland entfesselte Krieg in Europa geendet. Er kostete dort und in Asien - je nach Schätzung - zwischen 55 und mehr als 60 Millionen Menschen das Leben. Unter ihnen waren auch rund sechs Millionen europäische Juden, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erinnerte an die Opfer. "Der 8. Mai 1945 war ein Tag der Befreiung. Er bedeutete das Ende der NS-Diktatur und des Zivilisationsbruchs der Shoah", schrieb Regierungssprecher Steffen Seibert in Merkels Namen auf Twitter. "Es bleibt unsere immerwährende Verantwortung, die Erinnerung an die Millionen von Menschen wach zu halten, die in den Jahren nationalsozialistischer Gewaltherrschaft ihr Leben verloren."

© dpa-infocom, dpa:210507-99-511149/4

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