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Berlin & Brandenburg Alba vor Pokal-Endrunde auf Formsuche

Ein Basketball fällt durch das Netz vom Basketballkorb. Foto: Lukas Schulze/dpa/Symbolbild

(Foto: Lukas Schulze/dpa/Symbolbild)

Alba Berlin verpasst es, sich mit einem Sieg gegen Hamburg auf die Endrunde um den deutschen Basketballpokal einzustimmen. Nun soll am Dienstag in Gießen Selbstvertrauen getankt werden.

Berlin (dpa/bb) - Eine Woche vor der ersten Titelentscheidung der Saison hätte sich Alba Berlin nur zu gerne noch etwas Selbstvertrauen geholt. Doch kurz vor der Finalrunde um den deutschen Pokal musste sich der Double-Gewinner in eigener Halle überraschend mit 68:75 den Hamburg Towers geschlagen geben. Erschreckend: Fast kein Spieler erreichte am Samstagabend seine Normalform. "Wir sind aktuell nicht im besten Zustand", sagte Manager Marco Baldi. Konnten die Hauptstädter defensiv noch überzeugen, gelang offensiv kaum etwas. "Irgendwie war keine Klarheit da und wir wussten nicht, was wir auf das Feld bringen sollten", sagte Kapitän Niels Giffey.

Für Baldi war es vor allem eine mentale Frage. "Man muss gegen Hamburg extrem wach sein und die Balance zwischen Intensität und kühlem Kopf finden", sagte er. Doch dies gelang zu selten. Für den Manager lag dies auch an der 75:90-Hinspielpleite vor zweieinhalb Wochen. "Ich hatte das Gefühl, wir wollten fast zu viel. Weil man sich im Hinspiel unter Wert geschlagen hatte", sagte er.

Möglicherweise mit ein Grund, warum Alba ungewöhnlicherweise so viele Würfe daneben setzte. "Wenn man keinen Wurf trifft, kommen die in die Köpfe rein und man fängt an, über alles mögliche Dinge nachzudenken", sagte der Manager. So traf Alba erst im letzten Viertel im 15. Versuch den ersten Distanzwurf. "Das ist Wahnsinn, wir haben so viele gute Schützen. An so etwas kann ich mich gar nicht erinnern", ergänzte Baldi.

Alba bleibt in der Bundesliga zwar Tabellenzweiter, doch der Abstand zu Spitzenreiter Ludwigsburg beträgt nun sechs Punkte. "Das ist sehr, sehr ärgerlich", befand Giffey. Zudem beträgt der Vorsprung auf die drittplatzierten Bayern nur noch zwei Zähler. "Wir wollen so hoch wie möglich da stehen. Und diese Niederlage hat uns dabei sicherlich nicht geholfen", sagte Guard Jonas Mattisseck.

Zumindest haben die Berliner nach langer Zeit keine Verletzten mehr. Gegen Hamburg feierte auch Nationalspieler Maodo Lo sein Comeback. Für Baldi bringt das aber auch Probleme mit sich. "Vorher hat sich die Aufstellung zum Teil von selbst ergeben, jetzt gibt es mehrere Optionen. Da muss sich einiges erst wieder zusammenfügen", sagte er. Giffey ist sich aber sicher, dass das in den nächsten Wochen gelingt. "Mit mehr Training wird sich das einspielen", sagte er.

Eine Woche vor dem Final Four im Pokal in München hätte sich Alba aber ein Erfolgserlebnis gewünscht. "Das ist sehr ärgerlich. Man geht ja gerne mit Selbstbewusstsein dahin. Das müssen wir uns in dieser Woche noch holen", sagte Giffey. Dazu gibt es am Dienstag (20.30 Uhr/Magentasport) noch die Möglichkeit. Dann treten die Berliner beim Vorletzten Gießen 46ers an. "Da müssen wir einfach einen besseren Job machen", forderte Mattisseck.

© dpa-infocom, dpa:210410-99-155435/4

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