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Berlin & Brandenburg Altkanzler Schröder: SPD braucht mehr Politiker wie Woidke

Der Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD, l) spricht mit dem Geschäftsführer des Meyenburger Möbelwerks, Dietmar Gornig. Foto: Jens Büttner

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa)

Der Wahlkampf wirft seine Schatten voraus. Eigentlich lässt sich Altkanzler Schröder da nur selten blicken - anders in Brandenburg.

Meyenburg (dpa/bb) - Die Brandenburger SPD kann nach Einschätzung von Altkanzler Gerhard Schröder Vorbild für den Bund sein. Die SPD brauche "glaubwürdige Politik von glaubwürdigen Menschen" wie dem Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke, um aus der Krise zu kommen, sagte Schröder am Mittwoch in Meyenburg (Prignitz). "Das ist die einzige Möglichkeit, die man hat." Woidke mache eine sehr gute Arbeit. "Ich finde, dass man eine stabile Regierung unter seiner Führung auch weiter haben sollte", sagte der Altkanzler.

Schröder besuchte im Meyenburg eine Möbelfabrik und sprach mit lokalen Unternehmern. Am 1. September wird in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Derzeit wäre Umfragen zufolge die AfD mit 21 Prozent stärkste Kraft, die SPD liegt auf Platz zwei, das regierende rot-rote Bündnis hätte aber keine Mehrheit mehr.

Gegen die AfD könne die SPD nur bestehen, wenn sie deutlich mache, dass Populismus keine Probleme löse, sagte Schröder. "Das Schimpfen auf andere Menschen, auf Ausländer, die Diskussion über das, was man in diesem Bereich alles besser machen könnte, löst ja kein einziges Arbeitsplatzproblem, löst kein einziges soziales Problem und löst auch nicht die Frage, was wir an Investitionen in Bildung, auch in Innere Sicherheit brauchen", sagte er.

Rot-Rot mache in Brandenburg derzeit eine Politik, die wirtschaftliche Perspektiven aufzeige, aber auch die Innere Sicherheit für die Menschen im Land ernst nehme. "Und ich hoffe, dass das mehr und mehr eingesehen wird", sagte Schröder.

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