Regionalnachrichten

Berlin & Brandenburg Baukindergeld in Berlin bisher nur wenig genutzt

Ein Neubau steht eingerüstet auf einem Baufeld. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Das Baukindergeld wird in Berlin bislang nur von wenigen Immobilienkäufern genutzt. 4557 Zusagen für den staatlichen Eigenheim-Zuschuss machte die Förderbank KfW seit dem Start des Programms 2018. Weniger war es im Bundesländervergleich nur im Saarland und in den beiden anderen Stadtstaaten Hamburg und Bremen. Wird die Einwohnerzahl berücksichtigt, ist Berlin sogar bundesweites Schlusslicht mit rund 12 Zusagen je 10 000 Einwohner.

Die Immobilienpreise waren in der Stadt in den vergangenen Jahren besonders stark gestiegen. Zudem gibt es in Berlin im Vergleich zu anderen Regionen weniger Haushalte mit Kindern.

Mit dem Baukindergeld können seit dem 18. September 2018 Familien den Bau eines Hauses oder den Kauf einer Immobilie staatlich bezuschussen lassen. Pro Kind gibt es 12 000 Euro, ausgezahlt in zehn Jahresraten zu je 1200 Euro. Insgesamt stehen 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung.

Bislang wurden bundesweit 6,5 Milliarden Euro bewilligt. Das meiste Geld fließt in die bevölkerungsreichen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Berliner Immobilienkäufer erhielten bisher 1,4 Prozent der Summe, das sind 95,5 Millionen Euro.

Anträge können bis Ende 2023 gestellt werden. Die Bundesregierung hat den Förderzeitraum von Ende 2020 bis zum 31. März 2021 verlängert, weil es wegen der Corona-Pandemie beim Bauen und beim Hauskauf teilweise zu Verzögerungen kam.

Am Baukindergeld gab es immer wieder Kritik. So hieß es etwa, das Baukindergeld feuere die Immobilienpreise weiter an oder es profitierten Familien, die das Geld eigentlich nicht nötig hätten.

© dpa-infocom, dpa:210122-99-125627/2

Regionales