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Berlin & Brandenburg Berlin will keine Maskenpflicht im Unterricht

Sandra Scheeres (SPD), Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, beantwortet nach der Senatssitzung Fragen von Journalisten zum Start des neuen Schuljahres unter Corona-Bedingungen und über Corona-Tests für Reiserückkehrer aus dem Ausland. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

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Berlin (dpa/bb) - Berlin will derzeit nicht dem Beispiel Nordrhein-Westfalens folgen, eine Maskenpflicht im Unterricht einzuführen. Für den Fall, dass die Infektionszahlen im neuen Schuljahr deutlich steigen sollten, schloss Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) das für die Zukunft aber nicht aus. "Im Moment ist das nicht vorstellbar, weil ich das aus einer pädagogischen Sicht für sehr schwierig finde", sagte sie am Dienstag nach der Senatssitzung. Die Mimik der Schülerinnen und Schüler nicht sehen zu können, sei gerade in den Grundschulen ein Problem.

"Wir gehen hier einen sehr verantwortungsvollen und maßvollen Weg, was den Mund-Nasen-Schutz angeht", meinte Scheeres. "Wenn sich die Infektionszahlen verschlechtern werden, dann muss man darüber reden, welche nächsten Schritte geht man."

Nordrhein-Westfalen hatte am Montag eine Maskenpflicht an allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen inklusive Unterricht eingeführt. An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen. Auch in Berlin soll im neuen Schuljahr genau wie in weiteren Bundesländern eine Maskenpflicht in Schulgebäuden gelten, aber nicht im Unterricht. Scheeres betonte, es werde kein Kind nach Hause geschickt, wenn es keine Mund-Nasen-Bedeckung habe. Die Schulen sollten für solche Fälle Masken zur Verfügung stellen.

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