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Berlin & Brandenburg Bildungsministerin zu Testpflicht: Schulen sicherer machen

Britta Ernst (SPD), Brandenburger Ministerin für Bildung, Jugend und Sport. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

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Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) hat die gestartete Testpflicht für Schülerinnen und Schüler mit Präsenzunterricht sowie Lehrkräfte verteidigt. Im Vordergrund stehe der Schutz der Einrichtung, sagte sie am Montag im Gesundheitsausschuss. Jetzt müsse ein "guter Pragmatismus" her. "Wenn alle mithelfen, machen wir die Schulen tatsächlich auch durch diese Testungen zu einem deutlich sichereren Ort", zeigte sich Ernst überzeugt.

Zugleich räumte die Ministerin ein, dass es Meldungen aus Schulen gegeben habe, in denen entweder zu wenig oder zuviele Tests vorhanden seien. Deshalb seien Kurierdienste unterwegs, um Ausgleich zu schaffen. Die Zahl der Schnelltests wurde ihr zufolge auf insgesamt 5,5 Millionen aufgestockt.

Mit der neuen Eindämmungsverordnung ist nach Meinung von Ernst schnell auf steigende Inzidenzzahlen reagiert worden. Nach den neuen Regelungen sollen ab 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche in Landkreisen oder kreisfreien Städten alle Schulen geschlossen werden. Da, wo eine Schule komplett in den Distanzunterricht gehe und Kitas geschlossen werden müssten, solle die Notbetreuung ausgeweitet werden, sagte Ernst.

Der Landeskitaelternbeirat hatte kritisiert, dass ab einem Inzidenzwert von 200 in Landkreisen Schulen geschlossen werden sollen. Dass das flächendeckende Schließen von Schulen und Kitas immer noch eine Maßnahme der Politik sei, sei "ein Armutszeugnis für die Verantwortlichen", hieß es. Viel sinnvoller sei eine flächendeckende Strategie mit regelmäßiger Testung. Das sei an Schulen und Kitas gut möglich.

© dpa-infocom, dpa:210419-99-264963/2

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