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Berlin & Brandenburg Bildungssenatorin Scheeres will mehr Qualität an Schulen

Ein leerer Klassenraum. Foto: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

(Foto: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn/Symbolbild)

Berlin (dpa/bb) - Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) will mehr Qualität an Schulen und hat dazu am Donnerstag ein Maßnahmenpaket vorgelegt. Es umfasst unter anderem die Gründung eines "Qualitäts-Beirats", der die Umsetzung von Neuerungen in den kommenden Jahren kontinuierlich und wissenschaftlich begleiten soll.

Zu den weiteren Vorhaben gehören Änderungen beim Mittleren Schulabschluss (MSA) an Gymnasien, der in Zukunft freiwillig sein soll, und eine stärkere Fokussierung der Schulinspektion auf Schulen mit Problemen. Geplant sind zudem verbindlichere Schulverträge sowie eine bessere Aus- und Weiterbildung für Lehrer. An Berliner Kitas soll die Sprach- und Mathematik-Förderung ausgebaut werden.

Scheeres zieht damit Konsequenzen aus ernüchternden Ergebnissen einer Anfang Oktober vorgelegten Studie, die sie selbst in Auftrag gegeben hatte. Eine Gruppe renommierter Bildungsforscher war darin zu dem Schluss gekommen, das Berlin zwar so viel Geld für Bildung ausgibt wie kaum ein anderes Bundesland. Dies schlage sich aber nicht in hoher Qualität in Kitas und Schulen nieder. Ein Beleg dafür sind bundesweite Vergleiche, bei denen Berliner Schüler zuletzt eher schlecht abschnitten.

Die Experten machten eine Vielzahl von Vorschlägen für bessere Bildungsqualität, von denen Scheeres nun etliche umsetzen will. "Schon im Januar 2019 habe ich ein umfassendes Qualitätspaket vorgelegt und wichtige Maßnahmen bereits umgesetzt, zum Beispiel mehr Deutschunterricht in der Grundschule", erklärte die Senatorin. Sie wolle den Weg der Qulitätsverbesserungen aber konsequent weitergehen.

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