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Berlin & Brandenburg Brand hinter Gittern: 42-jähriger Gefangener in Berlin tot

Der Haupteingang der Justiz-Vollzugsanstalt Tegel. Foto: Paul Zinken/dpa-zb-Zentralbild/dpa

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In einem Haftraum eines Gefängnisses in der Hauptstadt brennt es in der Nacht. Ein Mensch stirbt. Wie kam es dazu?

Berlin (dpa/bb) - Im Berliner Männer-Gefängnis Tegel ist ein 42-jähriger Inhaftierter bei einem Brand in seinem Haftraum gestorben. Das Feuer war in der Nacht zum Freitag ausgebrochen. Justizsprecher Sebastian Brux sagte, der Mann saß in der Teilanstalt V ein, er war zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.

Die Brandursache war noch unklar. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, sagte eine Sprecherin.

Nach Angaben der Feuerwehr kam es zu dem Brand in dem Haftraum in der vierten Etage des achtgeschossigen Gebäudes. Die Einsatzkräfte waren um 3.09 Uhr alarmiert worden. Demnach waren Einrichtungsgegenstände in dem Raum in Brand geraten. Bislang gab es keine Angaben, ob der Gefangene sie möglicherweise selbst entzündete.

70 Feuerwehrleute bekämpften die Flammen, wie ein Sprecher am Morgen sagte. Zu einer möglichen Corona-Gefährdung sagte der Sprecher, die Kräfte trugen bei der Bekämpfung ohnehin Vollschutz. Der Einsatz habe etwa zweieinhalb Stunden gedauert.

21 Gefangene aus umliegenden Hafträumen wurden in Sicherheit gebracht, wie der Justizsprecher sagte. Sie wurden in einen anderen Trakt des Gefängnisses verlegt. Nach bisherigen Erkenntnissen sei niemand schwer verletzt worden.

Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) dankte den Rettungskräften und Bediensteten für ihren Einsatz, teilte Sprecher Brux mit.

In Tegel sind etwa 800 Männer mit mittleren und langen Freiheitsstrafen sowie lebenslanger Haft untergebracht. Die Anstalt gehört mit einer Fläche von mehr als 130 000 Quadratmetern deutschlandweit zu den größten Gefängnissen. Einige Gebäude stammen noch aus der Anfangszeit von 1898.

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