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Berlin & Brandenburg Brandenburg bei Frauenanteil in Führungspositionen mit vorn

Eine Geschäftsfrau mit Aktenordner und Laptop. Foto: Patrick Pleul/Archivbild

(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Beim Anteil von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und den Landesbehörden schneidet Brandenburg gut ab. Das geht aus dem Landesgleichstellungsbericht hervor, den das Frauenministerium auch als Broschüre veröffentlicht hat. Demnach sind 60 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frauen - das ist der vierthöchste Wert im Ländervergleich.

Innerhalb der Aufsichtsräte landesbeteiligter Unternehmen ist der Frauenanteil von 16 Prozent im Jahr 2006 auf 58 Prozent im Jahr 2016 gestiegen, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Frauenministerin Susanna Karawanskij (Linke) erklärte dazu am Sonntag, Gleichstellung müsse ernst genommen werden. Noch sei sie nicht selbstverständlich. Nach der Novellierung des Landesgleichstellungsgesetzes im Jahr 2013 setzten bislang über 70 Prozent der öffentlichen Dienststellen Gleichstellungspläne mit konkreten Maßnahmen um. "Diese Zahl wollen wir weiter steigern."

Vor 25 Jahren trat das Landesgleichstellungsgesetz in Brandenburg in Kraft. Ziel ist es, die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst zu erreichen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer zu fördern und die berufliche Situation von Frauen auch in der Privatwirtschaft zu verbessern.

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