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Berlin & Brandenburg Brandenburger Zoll kontrolliert weniger Baustellen

Das Logo der deutschen Zollbehörde während einer Pressekonferenz an einer Uniform. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv

(Foto: Ralf Hirschberger/dpa)

Potsdam (dpa/bb) - Der Brandenburger Zoll hat im vergangenen Jahr gegen 477 Bauunternehmen wegen Schwarzarbeit ermittelt. Der Gesamtschaden im Baugewerbe belief sich auf mehr als 16 Millionen Euro, wie aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke (Grüne) hervorgeht. Insgesamt hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) in der Baubranche weniger als 2017 kontrolliert. 2017 ermittelte der Zoll gegen 543 Betriebe.

"Es ist gut, wenn die FKS in manchen Branchen schwerpunktmäßig kontrolliert. Das darf aber nicht zu weniger Kontrollen in der Baubranche führen. Es muss flächendeckend geprüft werden, damit die Kontrollen präventive Wirkung entfalten können", sagte Müller-Gemmeke am Dienstag. Die Bundesregierung will die FKSS personell verstärken.

Die IG BAU bewertet das positiv: "Die Zahlen zeigen: Die Baubranche bleibt ein Hotspot für Wirtschaftskriminelle. Je genauer der Zoll hinschaut, desto häufiger wird er fündig", hieß es in mehreren Pressemitteilungen der Brandenburger Bezirksverbände.

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