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Berlin & Brandenburg Brandstifter Schneider soll vor drittem Prozess in Haft

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Potsdam (dpa/bb) - Der frühere NPD-Kommunalpolitiker Maik Schneider soll wegen der Brandstiftung an einer als Flüchtlingsunterkunft vorgesehenen Sporthalle in Nauen (Havelland) wieder in Haft. Nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) seine Verurteilung im Februar grundsätzlich bestätigt habe, sei Schneider zur Verbüßung der höchsten Einzelstrafe wegen Brandstiftung in Höhe von sieben Jahren und vier Monaten geladen worden, bestätigte der Sprecher der Potsdamer Staatsanwaltschaft, Sebastian Thiele, am Dienstag. Zum Datum des Haftantritts wollte er sich nicht äußern. Zuerst hatte die "Märkische Allgemeine" (online) berichtet.

Schneider muss sich vom 16. August an in einem dritten Prozess vor dem Landgericht Potsdam verantworten (Az.: 23 KLs 7/21). Denn der BGH hatte die Einzelstrafen gegen Schneider bestätigt, aber die Bildung der Gesamtstrafe gerügt. Darüber muss nun erneut verhandelt werden.

Schneider war 2019 in einem zweiten Prozess vom Landgericht Potsdam wegen Brandstiftung und anderer rechtsextrem motivierter Straftaten zu einer Gesamtstrafe von neun Jahren und einem Monat verurteilt worden. Zuvor hatte ihn aber das Oberlandesgericht Brandenburg wegen überlanger Verfahrensdauer aus der Untersuchungshaft entlassen. Eine erste Verurteilung Schneiders zu neuneinhalb Jahren Haft hatte der BGH 2018 wegen der Befangenheit eines Schöffen aufgehoben.

© dpa-infocom, dpa:210706-99-280711/2

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