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Berlin & Brandenburg Bürgermeisterwahl in Neuruppin geht in Stichwahl

Ein Mann wirft seinen Stimmzettel in die Wahlurne. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

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Neuruppin (dpa/bb) - Brandenburgs Fontanestadt Neuruppin geht bei der Wahl des neuen Bürgermeisters in eine Stichwahl. Am Sonntag holte der bisherige Bürgermeister Jens-Peter Golde (Pro Ruppin) nach dem vorläufigen Endergebnis mit 39,6 Prozent zwar die meisten Stimmen, wie die Stadt am Abend mitteilte. Das reichte aber nicht für die erforderliche Mehrheit, deshalb muss er am 29. November voraussichtlich mit Nico Ruhle (SPD) in die Stichwahl. Auf Ruhle entfielen nach dem vorläufigen Endergebnis 21,9 Prozent der Stimmen. Knapp 26 500 Neuruppiner konnten ihre Stimme abgeben. Sechs Kandidaten hatten sich zur Wahl gestellt.

Die Wahl fand unter besonderer Beobachtung der Polizei statt. Im Vorfeld hatte es Drohungen gegen Golde gegeben. Am 21. Oktober hatten Unbekannte das Auto des Kommunalpolitikers vor seiner Wohnung in Brand gesteckt. Einen Tag später war bekannt geworden, dass ein Drohschreiben in Goldes Briefkasten steckte. Auch eine Drohung per Mail ging bei ihm ein. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt zu den Hintergründen. Um den Bürgermeister zu schützen, laufen polizeiliche Maßnahmen.

Wenig später hatte es einen weiteren Vorfall gegeben: Ein Wahlplakat des Kandidaten Michael Güldener (BVB/Freie Wähler) soll nach seinen Angaben durch mehrere Einschusslöcher beschädigt worden sein. Ob es sich dabei tatsächlich um Schüsse handelt, bestätigte die Polizei nicht. Die Löcher könnten auch durch einen spitzen Gegenstand herbeigeführt worden sein, sagte Sprecherin Dörte Röhrs.

Am Tag der Wahl seien Polizisten stärker im Stadtgebiet unterwegs, bestreifen auch die Wahllokale, sagte Röhrs. Mit Golde sei die Polizei im Gespräch. Maßnahmen werden demnach mit ihm abgestimmt.

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