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Berlin & BrandenburgDRK: Bevölkerungsschutz praxisnah in Schulen vermitteln

24.05.2026, 05:31 Uhr
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Was tun im Ernstfall? Das DRK hält es für sinnvoll, Bevölkerungsschutz praxisnah in den Schulen zu vermitteln. Zumal Brandenburg aus Sicht der Organisation ein wichtiger Knotenpunkt wäre.

Potsdam (dpa/bb) - Der Schutz der Bevölkerung bei Krisen und im militärischen Ernstfall sollte aus Sicht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) schon im Klassenzimmer beginnen. Es sei wichtig, die Inhalte des Bevölkerungsschutzes stärker in die Bildung zu integrieren, sagte eine DRK-Sprecherin.

Es gehe darum, lebenspraktische Kompetenzen zu vermitteln, die in Krisensituationen entscheidend seien - darunter Erste Hilfe, Grundlagen des Selbstschutzes und Wissen über Hilfsstrukturen. "Wirksamer Bevölkerungsschutz beginnt bei einer informierten, vorbereiteten und handlungsfähigen Bevölkerung", so der DRK-Landesverband.

Brandenburg wichtiger Knotenpunkt im Ernstfall?

Zentrale Ost-West-Verkehrsachsen und Hauptstadt-Nähe - im Verteidigungsfall kann gerade Brandenburg nach Einschätzung des DRK zu einer zentralen Drehscheibe werden. Brandenburg werde im Ernstfall zu einem strategisch wichtigen Knotenpunkt, so die Hilfsorganisation. Mit seiner Lage als Nachbar Berlins übernehme das Land eine "zentrale Rolle als Versorgungs-, Ausweich- und Unterstützungsraum für die Hauptstadt".

Bund will Schutz der Bevölkerung verbessern

Mt Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und hybride Angriffe - dazu zählen etwa Sabotage, Spionage, Desinformation - sieht die Bundesregierung einen gestiegenen Bedarf, Deutschland krisenfester zu machen. Bei der neuen Strategie für den Zivil- und Bevölkerungsschutz geht es um Milliarden-Investitionen, aber auch um die Verfügbarkeit von ehrenamtlichem Personal und private Vorsorgemaßnahmen. Der Bund will unter anderem auf eine zunehmende Verankerung von Zivilschutz bereits im Schulunterricht hinwirken.

Krisenkonzepte für soziale Einrichtungen wichtig

Hilfsorganisationen und Landkreise sehen Nachholbedarf, um auf Zivilschutz-Szenarien ausreichend vorbereitet zu sein. Ein oft unterschätzter Bereich sei die Vorbereitung sozialer Einrichtungen - etwa von Pflege- und anderen Hilfseinrichtungen. Krisenkonzepte seien für Pflegeeinrichtungen vorgeschrieben, allerdings nicht für andere soziale Einrichtungen etwa für Menschen mit Behinderungen, sagte der Katastrophenschutzbeauftragte des DRK-Landesverbands, Lee-J. Schumann. Dazu gehöre die Vorbereitung einer Notstromversorgung im Fall eines Blackouts.

Verbände: Ausbildung von Helfern ausbauen

Angesichts einer veränderten Bedrohungslage bleibe viel zu tun, teilte auch der Landkreistag mit. Genannt wird unter anderem die Sicherstellung der Notstromversorgung kritischer Infrastruktur, die Ausstattung von Katastrophenschutz und Feuerwehren sowie eine Stärkung der Ausbildung im Ehrenamt. "Im Ernstfall wird es auf viele helfende Hände ankommen - auch aus der Bevölkerung. Dafür müssen flexible und niedrigschwellige Ausbildungsformate bereitstehen, die Menschen schnell befähigen, sinnvoll zu unterstützen", so auch das DRK Brandenburg.

Quelle: dpa

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