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Berlin & Brandenburg DRK-Mitarbeiter an Impfstellen bedroht: Appell

Imfpwillige sitzen in der Schinkelhalle. Foto: Jens Kalaene/dpa-zentralbild/dpa

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Potsdam (dpa/bb) - Wegen der steigenden Zahl von Impfwilligen steigt nach Einschätzung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) auch die Aggressivität von Bürgern wegen nicht erhaltener Termine. DRK-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten dem Landesverband berichtet, dass sie bei Impf-Aktionen auch schon bedroht worden seien - etwa in Potsdam, sagte Sprecherin Marie-Christin Lux am Mittwoch. Eine Mitarbeiterin habe beispielsweise erzählt, dass ihr ein Wartender vor einer mobilen Impfstation gesagt habe: "Sie können froh sein, wenn Sie nicht erschossen werden!". Der Mann sei wütend gewesen, weil er nach stundenlangem Warten abgewiesen worden sei. Zunächst hatte die "Märkische Allgemeine" berichtet.

Viele Faktoren hätten zu einer Verschärfung der Stimmung geführt, schätzte Lux ein. Einerseits gebe es nun den Andrang bei den Impfstellen, andererseits werde die Kapazität gerade erst erhöht und es gebe nicht mehr die massive Infrastruktur an Impfzentren. "Wir hoffen, dass das mit den jetzt geschaffenen Impfstellen wie in der Schinkelhalle den Druck etwas rausnimmt."

Wegen Diskussionen und teils aggressivem Verhalten gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern richtete das DRK einen Appell an die Bevölkerung und forderte einen respektvollen Umgang mit Mitarbeitenden in Test- und Impfstellen. Geringere Verfügbarkeit von Impfstoffen, die aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) sowie politische Entscheidungen zu Maßnahmen der Pandemiebewältigung lägen nicht in der Verantwortung des DRK, betonte Präsident Frank-Walter Hülsenbeck.

© dpa-infocom, dpa:211208-99-306612/2

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