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Berlin & Brandenburg Deutsche Bank: Wohnungen bleiben für Investoren attraktiv

Eine Häuserfassade mit Wohnungen in Berlin-Mitte, hinter den Dächern ist der Berliner Fernsehturm zu sehen. Foto: Taylan Gökalp/dpa/Archiv

(Foto: Taylan Gökalp/dpa/Archiv)

Berlin (dpa/bb) - Trotz des Mietendeckels bleiben Wohnungen und Häuser in Berlin aus Sicht der Deutschen Bank ein interessantes Anlageobjekt. "Für langfristig orientierte Investoren ist Berlin aufgrund des wirtschaftlichen Superzyklus unserer Ansicht nach weiterhin ein attraktiver Markt", heißt es einem aktuellen Papier aus der Forschungsabteilung der Großbank. Sie geht in einem Szenario davon aus, dass die Zahl der Einwohner und der Erwerbstätigen in Berlin in den nächsten Jahren wieder kräftig steigt und nicht ausreichend neue Wohnungen gebaut werden.

"Wenn der Mietendeckel verfassungskonform ist, verändert sich die Lage für Investoren erheblich", räumt die Untersuchung ein. Sie hält es für möglich, das das Gesetz 2025 für weitere fünf Jahre verlängert wird. "Risikoaverse, kurzfristig orientierte Investoren haben Anreize, den Berliner Markt zu verlassen." Sie hätten nur noch Chancen auf günstige Einstiegspreise, solange Unsicherheit über die Rechtslage bestehe. Mit dem Mietendeckel werde das Kernproblem knappen Wohnraums nicht behoben. "Im Gegenteil, er erhöht die Nachfrage und reduziert das Angebot."

Berlin will als erstes Bundesland für fünf Jahre einen Mietendeckel einführen. Das Abgeordnetenhaus hatte das Gesetz Ende Januar mit rot-rot-grüner Mehrheit gegen die Stimmen der Opposition beschlossen. Nach dem Gesetz werden die Mieten in der Hauptstadt zunächst auf dem Stand vom Juni 2019 eingefroren und dürfen ab 2021 höchstens um 1,3 Prozent jährlich steigen.

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