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Berlin & Brandenburg Drei Schüsse auf Mann: Angeklagter kündigt Aussage an

Schilder am Kriminalgericht Moabit weisen auf Staatsanwaltschaft und Landgericht hin. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild/Archiv

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Berlin (dpa/bb) - Nach drei Schüssen auf einen Geschäftsmann in einer Shisha-Bar in Berlin-Westend hat der Prozess gegen einen 28-Jährigen begonnen. Er soll auf die Beine des damals 51 Jahre alten Mannes gezielt und ihn lebensgefährlich verletzt haben. Zuvor habe er das Opfer im Auftrag eines anderen Geschäftsmannes zwingen wollen, auf 38 500 Euro aus erbrachten Leistungen zu verzichten. Die Anklage lautet auf versuchte schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung. Der 28-Jährige kündigte zu Beginn des Prozesses am Dienstag am Landgericht an, dass er voraussichtlich am zweiten Verhandlungstag aussagen werde.

Laut Anklage soll der 28-Jährige im Juli 2020 das spätere Opfer, bei dem es sich um einen Betreiber einer Werbemittelfirma handeln soll, zunächst in dessen Büro im Stadtteil Spandau aufgesucht haben. Unter einem Vorwand habe er den Mann in ein Lokal gelockt, heißt es in der Anklage. Dort habe er dem 51-Jährigen eröffnet, dass er in Wahrheit im Auftrag eines anderen Unternehmers gekommen sei. Er habe den Inhaber der Werbemittelfirma aufgefordert, ein Schuldanerkenntnis über 38 500 Euro zu unterzeichnen. "So hätte der Geschäftsmann seine Leistungen in wirtschaftlicher Hinsicht unentgeltlich erbracht", heißt es in der Anklage.

Weil der 51-Jährige auf die Forderung nicht eingegangen sei und gehen wollte, soll der 28-Jährige seine Waffe gezogen und geschossen haben. Das Opfer habe nur durch eine Notoperation gerettet werden können. "Der Mann musste sechs Tage auf der Intensivstation verbleiben", heißt es in der Anklage. Der 28-Jährige, der als Barkeeper tätig war, wurde drei Wochen nach den Schüssen festgenommen. Er befindet sich seitdem in Haft. Der Prozess wird am 9. Februar fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:210125-99-165516/3

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