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Berlin & Brandenburg Drogenschmuggel per Kuriere: Angeklagter gesteht Beihilfe

Schilder an der Fassade des Landgerichts in Berlin.

(Foto: Sonja Wurtscheid/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Weil er für einen Schmuggel von Kokain per Flugzeug Drogenkuriere rekrutiert haben soll, steht ein 44-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Die Anklage geht davon aus, dass er für zwei Frauen und einen Mann Tickets für eine Reise von Berlin nach Südamerika organisiert und Kontakte zu Drahtziehern vermittelt hat. Die angeheuerten Kuriere hätten auf der Rückreise von Argentinien nach Deutschland Kokain transportieren sollen. Der Verteidiger erklärte zu Prozessbeginn am Dienstag, die Vorwürfe seien "in tatsächlicher Hinsicht zutreffend".

Die Anklage lautet auf Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln. Zu dem Schmuggel sei es im Februar 2015 gekommen. Damals sei der inzwischen 44-Jährige von Berlin nach Peru geflogen. Einige Tage nach seiner Ankunft seien laut Ermittlungen die drei in Berlin angeheuerten Drogenkuriere eingetroffen. Sie seien nach Argentinien weitergereist. In einem Hostel in Buenos Aires seien ihre Gepäckstücke gegen Rucksäcke ausgetauscht worden, in denen Drogen versteckt gewesen seien.

Bei der Ausreisekontrolle am Flughafen in Buenos Aires wurden die Rucksäcke der aus Berlin stammenden Fluggäste überprüft. Dabei konnten laut Anklage insgesamt rund neun Kilogramm Kokaingemisch sichergestellt werden. Der 44-Jährige sei zunächst nicht nach Berlin zurückgereist. Im Zusammenhang mit einem späteren Schmuggel von Kokain von Peru nach Kanada war der Angeklagte im Februar 2021 in Berlin zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Der Prozess wird am 1. August fortgesetzt.

Quelle: dpa

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