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Berlin & Brandenburg Eichhörnchen-Notaufnahmen helfen den kleinen Waldbewohnern

Tierärztin Elena Becker versorgt ein junges Eichhörnchen in ihrem Haus.

(Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Berlin (dpa/bb) - Haselnüsse, Sonnenblumenkerne und Wasser - zwölf junge Eichhörnchen päppelt Elena Becker, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Vereins Eichhörnchen Notruf, in ihrer Eichhörnchen-Notaufnahmestelle in Steglitz-Zehlendorf derzeit auf.

Die kleinen Tiere haben zum Beispiel ein Schädel-Hirntrauma, eine Lungenentzündung, einen Katzenbiss oder Parasitenbefall. Erst nachdem ihre Therapie angeschlagen hat, können sie in der Regel mit zwölf Wochen wieder in die Freiheit entlassen werden.

Vermittelt werden Becker die Eichhörnchen über das Service-Telefon ihrer Organisation. Das ganze Jahr über landen Tiere bei ihr, vor allem jedoch in der Jungtiersaison von März bis Oktober.

"Die Eichhörnchen ziehen sich viel in die Städte zurück", sagt Becker. Dies liege einerseits daran, dass in Brandenburg viele Flächen landwirtschaftlich genutzt würden, andererseits daran, dass es fast nur noch Wälder mit Monokulturen gebe. In den Städten würden die Nagetiere dann oft zum Beispiel von Autos angefahren oder von Katzen gebissen.

"Viele wollen versuchen, das Eichhörnchen selbst zu päppeln", sagt Becker, dies gehe meist aber auf Kosten der Tiere. Sie appelliert deshalb, im Fall eines in Not geratenen Eichhörnchens ihre Organisation anzurufen. Über 300 Notaufnahmestellen gebe es bundesweit und rund 20 in Berlin.

Quelle: dpa

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